Schlagwort-Archive: DB AG Mahlsdorf

Unser Verein hat sich mit der Deutschen Bahn AG in Verbindung gesetzt und ein Interview mit Tanja Germann von der Baukommunikation des Regionalbereichs Ost der DB AG ein Interview geführt:

  1. Wann wird die Fertigstellung des Regionalbahnhofs Mahlsdorf sein?
    • Der reguläre Treppenzugangsbereich wurde im Dezember 2018 ohne die Treppeneinhausung in Betrieb genommen. Lieferengpässe beim Material ermöglichten es leider nicht die Treppeneinhausung zum bekanntgegebenen Termin vollständig fertigzustellen. Aktuell werden die Restleistungen erbracht, wofür eine temporäre Schließung des Treppenbereiches notwendig ist. Die Nutzung des Treppenbereiches ist vsl. wieder ab Ende März 2019 möglich. Mit der Inbetriebnahme des Aufzuges rechnen wir bis Ende Februar. Alle weiteren Restleistungen, wie Fertigstellung der Entwässerungsleitung, des Bahnsteiggeländers sowie die denkmalschutzgerechte Instandsetzung der Klinkerfassade, werden vsl. bis Ende April 2019 umgesetzt.
  2. Werden mit dem Fertigstellungstermin auch die sanitären Einrichtungen des Bahnhofes den Reisenden zur Verfügung stehen? Zu welchen Zeiten werden die sanitären Anlagen geöffnet sein?
    • Für das Betreiben der Toilettenanlage am Bahnhof Mahlsdorf, steht die DB Station&Service AG zur Zeit mit einem externen Dienstleister in vertraglichen Abstimmungsgesprächen. Die Inbetriebnahme ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich terminierbar, eine Umsetzung noch vor dem Sommer 2019 unwahrscheinlich.
  3. Welche Maßnahmen sind zur Sicherung der Ordnung und Sauberkeit im Zugangsbereich des Regionalbahnhofes vorgesehen?
    • Der Bahnhof wird im Rahmen des Einsatzkonzeptes -auch Wabenkonzept genannt- der DB Sicherheit bestreift. Die Kollegen sind mit verschiedenen Teams in Waben unterwegs, so dass diese mehrmals pro Schicht im Bahnhof sind.
  4. Gibt es ein mit dem Senat von Berlin abgestimmtes Beleuchtungskonzept, insbesondere im Zugangsbereichs des Bahnhofes Mahlsdorf?
    • Nein, hier handelt es sich um hoheitliches Recht der Bezirksämter.
  5. Wird der vorhandene Zu- und Abgang im hinteren Bereich des Bahnhofes bestehen bleiben bzw. wird er im Zusammengang mit den vom Bezirksamt geplanten Maßnahmen rund um den Bahnhof zu einer finalen Lösung ausgebaut?
    • Die Beibehaltung des heutigen provisorischen Zugangs ist leider aus diversen Gründen nicht realisierbar:
    Der provisorische Zugang beinhaltet eine Engstelle Zugang/ öffentlicher Weg. Der Zugang ist nur 1,20 m und damit unter dem Mindestmaß von 1,60 m. Für das Provisorium sind wir von ,,nur" 200 Reisenden ausgegangen (Auskunft/ Zählung NEB). In der Planung wurden 1.400 Rei¬sende pro Tag zu Grunde gelegt und hiernach die Zugangsbreite der Treppe auf 2,40 m berechnet. Das heutige Provisorium ist nicht plangenehmigt und eine dauerhafte Nutzung unter Beteiligung von Anwohnern bzw. Trägern öffentlicher Belange nicht legitimiert. Zudem befindet sich ein kleiner Teil des prov. Zugangs auf dem Nachbar-Grundstücksgelände, was mit einem zusätzlichen Ankauf und Finanzierungsbedarf darstellen würde.
    Der in der Fertigstellung befindliche Zugang ist sowohl für die künftigen Kapazitäten ausrei¬chend bemessen und somit auch in der Finanzierung hinterlegt worden. Eine zusätzliche Infrastruktur würde u.E. den Förderkriterien entgegensprechen und ggf. ein Fördermittelrückzahlungsrisiko beinhalten.
  6. Ist im Zuge der Realisierung des Regionalbahnhofes auch die Sanierung des Bahnhofeingangsbereiches vorgesehen?
    • Eine Aufnahme in unser Mehrjahresprogramm ist vorgesehen.
  7. Welche Möglichkeiten gibt es zur Anzeige der Abfahrzeiten des Regionalzuges als auch der S-Bahn in der Bahnhofsvorhalle? Ist so eine Maßnahme vorgesehen? Wenn nicht, wer müsste diese anstoßen?
    • Informationen zu den Abfahrtszeiten erhält man über Fahrplanaushänge in der Vitrine der Bahnhofshalle. Voranzeiger bzw. eine elektronische Anzeigetafel ist im Empfangsgebäude nicht vorgesehen. Hinweis: Reisendenzahlen der NEB laut SDB für 2018 6 Ein-/Aussteiger
  8. Welche Abstimmungen gibt es zwischen der DB AG und der BVG zur Errichtung einer Endhaltestelle für die Straßenbahn unter der Brückenanlage? Gibt es bereits ein konkretes zeitliches Raster?
    • Derzeitig gibt es keine Abstimmungen. Wir nehmen das Thema mit in das nächste Jour Fixe mit der BVG. (14.12.)
  9. Die DBAG hat ein umfangreiches Sanierungsprogramm für ihre Brücken aufgelegt. Ist die Brücke Mahlsdorf in das Projekt eingeordnet und wenn ja, wann wird die Rekonstruktion erfolgen. Wenn nicht, ist mindestens ein Neuanstrich oder eine andere Sanierung geplant?
    • Die Eisenbahnüberführung Hönower Straße am S-Bahnhof Mahlsdorf (Brücke Mahlsdorf) ist nicht im Sanierungsprogramm der DB AG eingeordnet, weil die Notwendigkeit einer Erneuerung z.Z. nicht besteht. Der Fernbahnteil (südlicher Brückenteil) wurde bereits im Jahre 2015 umfangreich saniert. Ein Neuanstrich oder eine andere Sanierung der einzelnen Brückenteile ist mittelfristig nicht geplant.
  10. Gibt es in diesem Zusammenhang mit der Rekonstruktion der Eisenbahnbrücke, Überlegungen eine Fußgängerbrücke für die Querung der Hönowerstrasse, mit Zugang zum künftigen REWE Markt, zu realisieren? Wenn nicht, wer ist der Ansprechpartner bei der DBAG mit dem eine solche Lösung diskutiert werden kann?
    • Überlegungen, eine Fußgängerbrücke für die Querung der Hönower Straße zu errichten, liegt nicht im Zuständigkeitsbereich der DB AG/DB Netz AG. Ansprechpartner hierfür ist das zuständige Bezirksamt Marzahn/Hellersdorf. Der DB Netz AG sind auch keine Planungen hinsichtlich der Verlängerung der Straßenbahn von der Hönower Straße unter der Eisenbahnüberführung in Richtung Norden bekannt. Sollten hier seitens des Bezirksamtes/Senatsverwaltungen Planungen bestehen, hätte das auch Auswirkung auf die Eisenbahnbrücke.
  11. Wann ist schätzungsweise mit der Elektrifizierung der Strecke zu rechnen und ist in diesem Zusammenhang eine Schließung des Bahnüberganges Lemkestraße vorgesehen?
    • Eine Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Berlin – Strausberg - Küstrin-Kietz ist in den kommenden Jahren nicht geplant. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Elektrifizierung und Schließung des Bahnübergangs würde in diesem Fall auch nicht bestehen.
  12. Gibt es im Zusammenhang mit der Schließung des Übergangs Lemkestraße Gespräche zwischen der DBAG und dem Bezirksamt Hellersdorf Marzahn zur Durchquerung der Landsberger Straße für Fußgänger und Radfahrer? Wenn ja, welche Realisierungszeiträume sind geplant?
    • Eine Schließung des Bahnübergangs Lemkestraße ist z.Z. nicht vorgesehen bzw. steht auch nicht zur Disposition. Maßnahmen an Bahnübergängen wie u.a. das Schließen dieser unterliegen in der Regel den Bestimmungen des Eisenbahnkreuzungsgesetzes. Die DB Netz AG kann daher nur unter Beteiligung des Straßenbaulastträgers (zuständige Bezirksamt bzw. Senatsverwaltung von Berlin) einen Bahnübergang schließen. Abstimmungen zwischen der DB Netz AG und dem Bezirksamt/Senatsverwaltung hat es dazu noch nicht gegeben. Das gilt auch für die angefragte Durchquerung der Landsberger Straße für Fußgänger und Radfahrer.
  13. Wann können wir mit dem zweigleisigen Ausbau der Regionalbahn-Strecke rechnen? Ab wann würde das notwendig werden? Kann auch eingleisig der Takt noch erhöht werden?
    • Auch ein zweigleisiger Ausbau der Fernbahnstrecke Berlin – Strausberg – Küstrin-Kietz ist z.Z. nicht vorgesehen. In den letzten Jahren gab es zwar dazu schon Untersuchungen u.a Erhöhung der Streckengeschwindigkeit von 100 km/h auf 120 km/h, abschnittsweise zweigleisiger Ausbau (sog. Begegnungsabschnitte). Diese bezogen sich aber hauptsächlich im Bereich hinter der Landesgrenze zu Brandenburg.
    Selbstverständlich könnte der eingleisige Takt noch erhöht werden. Das setzt aber ein Umsetzen von mehreren Baumaßnahmen wie u.a. Errichtung moderner Stellwerkstechnik auf dem gesamten Streckenabschnitt, Errichtung von sog. Begegnungsabschnitten, Erhöhung der Streckengeschwindigkeit, Taktverdichtungen usw. voraus.
  14. Gibt es eine Abstimmung zwischen der DBAG und dem Bezirksamt Hellersdorf Marzahn zu Planung und Bau eines Fahrradhauses? Wie schätzt die DBAG die Möglichkeiten für solch eine Maßnahme ein?
    • Nein. Der ruhende Verkehr obliegt dem Land Berlin. Die Abstellmöglichkeiten unter der Brücke wurden zurückgebaut, diese Flächen liegen in der Zuständigkeit des Bezirkes. Bahnseitig haben wir dort keine Flächen.